Carthago Chic C-Line 4.9 LE | © Foto: Autoren-Union Mobilität/Carthago

Carthago 2023 Neuheiten

Mehr Sterne im Allgäu

So langsam wird es ruhiger um den einstigen Wohnmobil-König. Noch vor einem Jahr rollte fast jedes zweite neue Reisemobil auf Basis des Fiat Ducato. Die Lieferengpässe und dramatische Preiserhöhungen der Italiener verdrängen den bislang beliebten Transporter vom Thron: Ford Transit, Mercedes-Benz Sprinter und VW Crafter treten in seine Fußstapfen. Bei Carthago, der Premium-Marke aus Oberschwaben, verstärkt der besternte Transporter das Portfolio und dient künftig als Basis für den Teilintegrierten Chic C-Line T 4.9 LE.

Carthago Chic C-Line 4.9 LE

Bislang nutzte die Spitzenbaureihe den Ducato für drei verschiedene Grundrisse, der 4.9 LE ähnelt mit seinen Einzelbetten im Heck dem vergleichbaren Wohnmobil auf Fiat-Basis, ist aber 15 Zentimeter länger und kommt auf rund 7,50 Meter. Das Wohnzimmer hinter den drehbaren Pilotensitzen für Fahrer und Beifahrer ist mit einer Sitzgruppe in L-Form möbliert, gegenüber auf der Beifahrerseite schließt eine breiten Sitzbank an. Hinter deren Rückenlehne versteckt sich ein Flachbild-TV, das sich auf sanften Druck aus der Versenkung erhebt.

Die Standard-Küche mit Kühlschrank, Spüle und dreiflammigem Gasherd schiebt sich zwischen den Wohnbereich und das Sanitärabteil. Das kann durch die Türen in ein Raumbad mit reichlich Ellbogenfreiheit fürs Duschen oder zum Ankleiden verwandelt werden. Dahinter führen Treppenstufen hinauf zu den beiden längs eingebauten Einzelbetten mit den fürstlichen Maßen von zwei Metern Länge.

Die hohe Anordnung der Liegeflächen schafft Raum für die Heckgarage, die selbst für große Fahrräder und E-Bikes Platz bietet. 115.850 Euro kostet der Chic C-Line auf Sprinter-Basis, das sind etwa 4500 Euro mehr als für die kürzere Ducato-Version fällig sind. Er ist trotz seiner Größe noch in der 3,5-Tonnen-Klasse unterwegs. Wer viel Zubehör ordert und umfangreiche Sportausrüstung mit in den Urlaub nehmen will, sollte die Option der Auflastung auf 4,4 Tonnen erwägen, um das sonst unweigerliche Überladen zu vermeiden.

Carthago Chic C-Line 4.9 LE | © Foto: Autoren-Union Mobilität/Carthago
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Carthago Liner-for-two | © Foto: Autoren-Union Mobilität/Carthago
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Carthago Liner-for-two

Carthago Liner-for-two

Verfeinert haben die Aulendorfer ihr Konzept Liner-for-two, das insbesondere geselligen Paaren eine gediegene Zuflucht bieten soll. Kern der Einrichtung ist die gemütliche Sitzgruppe im Heck für so manche launige Runde. Das Schlafzimmer mit ausfahrbaren Längshubbetten über den Sitzen vorn schottet bei Benutzung das Fahrerhaus komplett ab, auch Kältebrücken werden vermieden. Im Heck wiederum erlaubt die Überbreite der an der Rückwand eingebauten Sitzbank den Einbau einer Heckgarage für Fahrräder. Als Basisfahrzeuge stehen der Fiat Ducato oder der Iveco Daily zur Wahl, die maximal zulässigen Gewichte der beiden Versionen in dieser Baureihe liegen bei 5,6 und 6,7 Tonnen. Die Preisliste beginnt bei 174.800 Euro.

Mehr helle Oberflächen verleihen auch den integrierten Mobilen von Carthago zur neuen Saison eine luftigere, freundlichere Optik. Die schlanke und leichte C-Compactline mit ihren drei Grundrissen gewinnt so deutlich, zumal die Modelle mit ihren 3,5 Tonnen auch eine Option für anspruchsvolle Führerscheinneulinge sind. (Michael Kirchberger, cen)

Carthago Liner-for-two | © Foto: Autoren-Union Mobilität/Carthago
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Carthago Liner-for-two | © Foto: Autoren-Union Mobilität/Carthago
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