Concorde Centurion Actros. | © Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde

Vorstellung Concorde 2022:

Auch bei Luxus geht immer noch ein wenig mehr

In Oberfranken geben sich die Hersteller von Luxus-Reisemobilen ein Stelldichein. Morelo, Phoenix und Concorde gehören allesamt in den High-End-Bereich der Caravaning-Branche und können nicht nur auf ihre Stammkundschaft zählen. Gerade in Zeiten der Pandemie konnten alle drei Marken zulegen, auch wenn die Zulieferer Kapazitätsprobleme haben. Gleichwohl ist die Laune rund ums Örtchen Schlüsselfeld prächtig. Concorde hat jetzt den neuen Modelljahrgang vorgestellt, bei allen sechs Baureihen gibt es Verbesserungen auch wenn es in der absoluten Oberklasse schwerfällt, noch einen Hauch Luxus mehr zu bieten.

Concorde Centurion Actros. | © Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde
  • Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde
Concorde Centurion Actros

Vor allem das Familiengesicht wurde von den Visagisten sorgsam behandelt. LED-Scheinwerfer mit Chromrahmen sorgen für den baureihenübergreifenden Wiedererkennungseffekt aller Baureihen. Abgesehen von den Basismobilen der Credo-Serie (auch deren Preisliste beginnt erst knapp unter 200.000 Euro) bekommen alle Mobile die komfortablen Touchöffnungen der Stau- und Serviceklappen, die Flächen werden also auf Wunsch nicht mehr von störenden schwarzen Schlössern unterbrochen. Ebenfalls für alle Baureihen sind jetzt elektrische Ablassventile der Grau- und Schwarzwassertanks im Angebot, eine Unterbodenkamera hilft dabei, das Reisemobil genau über den entsprechenden Bodenauslass zu rangieren.

Beim Credo wurde das Außendekor angepasst, lange Busspiegel bekommt die Einsteigerserie serienmäßig. Auch die schräggestellten Rückleuchten am Heck und der angedeutete Dachspoiler sowie die mittig angeordnete dritte Bremsleuchte sind Kennzeichen des neuen Jahrgangs. Vier Grundrisse (791L, 849L, 841L, 841M) erweitern das Modellangebot dieser Klasse. Die Carver-Baureihe wird aufgewertet, eine zusätzliche Garagentür auf Fahrerseite erleichtert das Beladen, auch hier ist das Heck neu gestaltet. Die Eingangstür im XL-Format ist mit der Security-plus-Funktion ausgerüstet und kann nicht nur per Funkfernbedienung, sondern auch mit einem Code über das Tastenfeld entriegelt werden.

Innen sorgt eine neue, dimmbare Ambientebeleuchtung für stimmungsvolle Atmosphäre, eine hochwertige Audioanlage und die Mikrofaserverkleidung der Wände sind jetzt serienmäßig. Ein Handtuchwärmer im Bad gibt es ebenfalls, optional kann der Carver mit einer Festtanktoilette ausgestattet werden. Die Matratzen ruhen nicht mehr auf Lattenrosten, sondern auf ergonomisch besseren Tellerfedern.

Die nächsthöhere Baureihe Charisma ist in ihrer vierten Generation am Start. Neu sind hier eine Durchlademöglichkeit im Unterboden, die Option auf einen Gastank statt der üblichen Flaschen sowie ein abnehmbares Lenkrad, das die Integration des Fahrersitzes in den Wohnraum einfacher gestaltet. Im Eingangsbereich gibt es nun eine Garderobe samt Flaschenfach statt des bei einigen Grundrissen früher hier positionierten Flachbildschirms. In der Küche findet sich eine Abstellschiene für Kaffeemaschine und eine doppelte Besteckschublade, der Einbau einer Spülmaschine ist auf Wunsch künftig möglich.

Zwei neue Grundrisse bereichern die Liner-Serie, der 940 LSI und der 940 MI rangieren im Mittelfeld der Baureihe. Neu ist auch der 1090 GO mit seinem multivariablen Garagenkonzept, das mit einer Höhe von 1,32 Meter und einer Länge von 4,30 Metern reichlich Platz für einen kompakten Roadster bietet. In den Liner- und Centurion-Serien ersetzen jetzt Mirrorcams die Außenspiegel. Ihre Bilder werden auf Bildschirme neben dem Armaturenbrett überspielt.

Concorde Liner. | © Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde
  • Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde
Concorde Centurion 860 LI. | © Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde
  • Foto: Auto-Medienportal.Net/Concorde

Nach der vorjährigen, coronabedingten Abstinenz vom Caravan Salon in Düsseldorf ist Concorde 2021 wieder auf der Leitmesse der Caravaning-Branche vertreten. Der Stand ist gewachsen und in Halle 5 fühlt man sich neben dem Konkurrenten aus der Heimat in Grund wohl. Gleich nebenan hält Phoenix als Nachbar die Fahne des Frankenlandes hoch. (ampnet/mk)