© Der Spargel wird in Karlstadt und Umgebung wie hier im Bild ganz klassisch mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise serviert, aber auch mit Fisch. Dazu passt jeweils am besten ein fränkischer Silvaner. Foto: djd/Stadt Karlstadt/printemps/Fotolia
Fränkisches Traumpaar aus dem königlichen Gemüse und einem frischen Wein

Spargel liebt Silvaner

(djd). Liebhaber der feinen Genüsse fiebern jährlich der Spargelsaison entgegen. Diese beginnt in der Regel im April. Feinschmecker und Weingenießer sollten in diesen Wochen einen Kurzurlaub ins Fränkische Weinland einplanen. Franken ist bekannt für seine Spitzenweine, die besonders gut zum "königlichen" Gemüse passen. Im malerischen Karlstadt am Main etwa kommen Gourmets auf ihre Kosten, hier gibt es zur Spargelzeit edle Speisen und Getränke im Duett. Genuss wird aber nicht nur jetzt großgeschrieben: Wein- und Hoffeste, Heckenwirtschaften und Schoppentage laden fast ganzjährig zum Probieren ein. Alle Informationen gibt es unter www.karlstadt.de.

Silvaner: Trockener Weißwein mit zarter Würze und feiner Säure

Aber welcher Wein passt nun am besten zum Spargel? "Spargel liebt Silvaner", lautet die eindeutige Empfehlung von Bruno Kohlmann, Flaakwinzer aus dem Karlstadter Ortsteil Mühlbach und Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbandes. Silvaner wird in der Regel trocken ausgebaut, mit zarter Würze und feiner Säure. In Karlstadt und Umgebung genießt man den Spargel klassisch mit Schinken oder Schnitzel, Kartoffeln und Sauce Hollandaise, er wird aber auch raffiniert etwa im Zusammenspiel mit asiatischer Ausprägung serviert, wo Aromen wie Curry zum Einsatz kommen. Leichte Gerichte sind ebenfalls im Trend - etwa Spargel in Kombination mit Fisch und Safran oder rein vegetarisch mit anderen Gemüsen wie Karotte kombiniert und mit Vanillearomen verfeinert. "Probieren geht über Studieren: Bei einem Kurzurlaub sollte man sich den Spargel in vielen Variationen und mit einem frischen Silvaner schmecken lassen", so der Ratschlag von Winzer Bruno Kohlmann.

Warum gibt es für Spargel einen "Stichtag"?

Die Spargelzeit dauert in Deutschland jeweils bis zum Johannistag am 24. Juni. Aber warum ist das so? Könnte man theoretisch nicht noch weit über dieses Datum hinaus Spargel stechen? Das stimmt - allerdings würde dann die Ernte im kommenden Jahr entsprechend spärlicher ausfallen. Der Johannistag wird daher von vielen Spargelbauern vor allem aus eigenem Interesse als Stichtag für das Ernteende genutzt. Auf diese Weise werden die Spargelfelder geschont und es kann auch im nächsten Jahr wieder eine stolze Spargelernte erzielt werden.

© "Weißes Gold": Fränkischer Spargel ist eine echte Spezialität. Foto: djd/Stadt Karlstadt/Juefraphoto/Fotolia
  • "Weißes Gold": Fränkischer Spargel ist eine echte Spezialität. Foto: djd/Stadt Karlstadt/Juefraphoto/Fotolia