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Neuzulassungen von Reisemobilen steigen um 22 Prozent

Erste Hälfte von 2021 bringt Rekord an Neuzulassungen

Frankfurt am Main, 07.07.2021 - Der Caravaning-Boom setzt sich ungebrochen fort. Während ein Großteil der Tourismusbranche während der Corona-Pandemie herbe Einbußen verzeichnen musste, wurde im ersten Halbjahr des Jahres 2021 eine Rekordzahl an Neuzulassungen verzeichnet. Insgesamt wurden knapp 63.000 Reisemobile und Caravans in Deutschland neu zugelassen, was ein Wachstum von knapp 15% im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres bedeutet. Die Neuzulassungen von Reisemobilen stieg auf 48.500 und wuchs damit um über 22%. Die Caravanneuzulassungen dagegen sanken um 5%, was aber vorangig auf die pandemiebedingt knappe Verfügbarkeit von Komponenten und Rohstoffen zurückzuführen ist. 

Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), freut sich über die positiven Entwicklungen und meint: „Caravaning ist in diesen Zeiten eine der sichersten Urlaubsformen, da man mit einem Freizeitfahrzeug individuell und nur mit Personen des eigenen Haushalts verreist und durch eigene Schlaf-, Wohn-, Koch- und Sanitärmöglichkeiten weitestgehend autark ist.“ Das starke Wachstum kam unter den momentanen Bedingungen unerwartet. „Durch die Rückerhöhung der Mehrwertsteuer hatten viele Kunden ihre Fahrzeugkäufe ins alte Jahr vorgezogen. Zudem hat das lange sehr hohe Infektionsgeschehen und die Corona-Maßnahmen Verkauf und Vertrieb stark eingeschränkt. So konnten im Frühjahr weder Caravaningmessen noch die Hausmessen auf den Handelshöfen stattfinden. Potenzielle Kunden wollen die Fahrzeuge aber „live“ sehen und anfassen. Reale Produktpräsentationen beschleunigen Kaufentscheidungen erheblich. Auch die Reisebeschränkungen im In- und Ausland haben nicht gerade zum Wachstum beigetragen.“, so Onggowinarso weiter.

Auch der Blick in die Zukunft fällt gänzlich positiv aus, vor allem durch die sich langsam bessernde Logistiksituation. „Die Pandemie wirkt sich weltweit immer noch stark auf die Verfügbarkeit von Komponenten und Rohstoffen aus. Bei den Herstellern stehen viele Fahrzeuge, die praktisch fertig produziert sind, aber nicht ausgeliefert werden können, weil ein bestimmtes Teil fehlt“, erklärt Onggowinarso. „Wir sind aber optimistisch für die zweite Jahreshälfte. Wenn sich die Situation in der Produktion positiv entwickelt, könnte die Marke von 120.000 neu zugelassenen Fahrzeugen am Jahresende erstmals erreicht werden“, so der CIVD-Geschäftsführer.

Quelle: Caravaning Industrie Verband e.V.