© Neuschwanstein © JFL Photography - stock.adobe.com
Deutschlands bekannteste und beliebteste Ferienstraße

Romantische Straße

Ein Dreiklang von Natur, Kultur und Gastlichkeit ist seit 1950 das Markenzeichen der Romantischen Straße. Sie ist die bekannteste und beliebteste deutsche Ferienstraße und verläuft vom Main bis zu den Alpen. Der Name Romantische Straße drückt aus, was viele der in- und ausländischen Gäste beim Anblick mittelalterlicher Städte oder des Traumschlosses Neuschwanstein empfinden: Faszination und das Zurückversetzen in alte Zeiten.

Die Romantische Straße erschließt dem Reisenden von Würzburg bis Füssen den Reichtum abendländischer Geschichte, Kunst und Kultur. Auf dem Weg von Nord nach Süd wechselt das Landschaftsbild: Flusstäler, fruchtbares Ackerland, Wälder, Wiesen und schließlich die Berge. Würzburg und der Wein, das Taubertal und Rothenburg, das Ries, das Lechfeld, der Pfaffenwinkel und die Königsschlösser.

© Stadtführung Dinkelsbühl © Romantische Straße GbR Dinkelsbühl
  • Stadtführung Dinkelsbühl © Romantische Straße GbR Dinkelsbühl
© Trachtengruppe © Romantische Straße
  • Trachtengruppe © Romantische Straße

Die Romantische Straße macht erfahrbar:

...die einzigartige Natur und Landschaft vom Main bis zu den Alpen;
...kulturell einmalige Prachtbauten, Schlösser und historische Städte;
...und die aufgeschlossene Lebensart und Gastfreundschaft sowie die kulinarischen Leckerbissen Süddeutschlands.

Art der Route Ferienstraße
Thematik Kunst, Kultur, Kulinarik, Natur, Aktiv
Start / Ziel Würzburg / Füssen
Länge 460 km
Bundesland Bayern, Baden-Württemberg
Urlaubsregionen Franken, Taubertal, Schwaben, Allgäu/Bayerisch- Schwaben, Oberbayern

Weit mehr als schöne Landschaften und kulinarische Leckerbissen

Eine Reise über die Romantische Straße bietet allerdings weit mehr als schöne Landschaften und kulinarische Leckerbissen. Die Romantische Straße lebt vom Einklang der Kultur und Gastlichkeit, von immer neuen Ausblicken in vielgestaltige Landschaften, von Städten mit eindrucksvollen Prachtbauten, die ihr Gesicht über viele Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Balthasar Neumann schuf die Würzburger Residenz, im Taubertal begegnet man Tilmann Riemenschneider, Carl Spitzweg war von Rothenburg o. d. T. und Dinkelsbühl fasziniert, im Ries gibt es Erdgeschichte zum Anfassen. In Augsburg stößt man auf die Römer und mit der Fuggerei auf die erste soziale Wohnsiedlung aus dem 16. Jahrhundert. Die Wieskirche als eines der berühmtesten Kunstwerke des Rokoko steht im Pfaffenwinkel. Hohenschwangau, vor allem aber Neuschwanstein, das weltberühmte Schloss des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., sind zu Stein gewordene Träume vergangener Zeiten und schließen die Romantische Straße zu Füßen der Bayerischen Alpen.

Natur, Kunst und Kulinarik

Wenn Sie mit dem Auto, dem Wohnmobil oder dem Motorrad unterwegs sind, folgen Sie einfach den braunen Hinweisschildern, die die einzelnen Städte entlang der Straße miteinander verbinden. Radfahrer können von Würzburg bis Füssen auf dem eigens ausgeschilderten Radfernweg Romantische Straße entlang der grünen Hinweisschilder auf 500 Kilometern radeln, der unter der Bezeichnung D 9 Bestandteil des ADFC-Radwegenetzes ist. Die blauen Hinweistafeln markieren den Weitwanderweg, der ebenfalls auf ca. 500 Kilometern als echter Genießerweg durch traumhafte Landschaften und romantische Städte führt.

Nehmen Sie sich Zeit, Natur, Kunst und Kulinarik entlang der Romantischen Straße zu erkunden.

© Brotzeit © Romantische Straße
  • Brotzeit © Romantische Straße
© Landsberg am Lech © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl
  • Landsberg am Lech © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl
Herzlich willkommen in Lauda-Königshofen – der Weinstadt im Taubertal

Lauda-Königshofen

1
Universitätsstadt Würzburg
Die Stadt am Main glänzt mit einer Vielzahl an historischen Gebäuden und der Festung Marienberg
2
Rothenburg ob der Tauber
Die mittelalterliche Stadt ist eine der Bekanntesten an der Romantischen Straße 
3
Dinkelsbühl
Mittelpunkt der Stadt ist der Marktplatz mit dem Münster St. Georg und den schönen Fachwerkhäusern
4
Nördlingen
Die mittelalterliche Stadt glänzt durch ihre komplett erhaltene, begehbare Stadtmauer
5
Fuggerstadt Augsburg
Das sind drei wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten: Augsburger Rathaus, der goldene Saal und die Fuggerei
6
Steingaden - Wies
Die berühmte Wieskirche ist eine bemerkenswert prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche und sollte nicht verpasst werden
7
Füssen & Königsschlösser
Mit den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau der perfekte Abschluss der Route im Allgäu
Historische Universitätsstadt

Würzburg

Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage „Virteburh“ urkundlich erwähnt. Bereits im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die überregionale Bedeutung hoch. Es entstand ein eindrucksvolles Stadtbild, vergleichbar mit herausragenden mitteleuropäischen Altstädten wie Krakau. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, insbesondere durch den Bombenangriff am 16 März 1945. Beim Wiederaufbau wurden bedeutende Einzeldenkmäler wie die meisten Kirchen der Altstadt äußerlich rekonstruiert, jedoch nur wenige Bürgerhaus-Ensembles und Traditionsinseln. Die ebenfalls im Krieg teilweise schwer beschädigte und anschließend restaurierte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Die Festung Marienberg liegt nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt auf der linken Mainuferseite. Sie ist von Weinreben umsäumt und blickt hinab auf die alte Universitätsstadt mit ihren Kuppeln, Türmen und Brücken.Zur Festung Marienberg führt ein reizvoller Wanderweg von St. Burkard aus. Zudem ist die Festung Marienberg zu Fuss über die Tellsteige sowie über das Gelände der Landesgartenschau von 1990 zu erreichen.

© Würzburg Residenz © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl
  • Würzburg Residenz © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl
Zeitreise

Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter mit vielen verschachtelten Gässchen, Türmen und von Fachwerkhäusern umstandenen kleinen Plätzen. Aus diesem Grund wurde die Stadt zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt; sie gilt im Ausland als Prototyp einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Insbesondere Besucher aus Asien machen bei organisierten Reisen durch Europa hier Halt. Die Stadt bietet neben Hotels und Gasthöfen einen nahe gelegenen Campingplatz und zwei Reisemobil-Stellplätze sowie eine Jugendherberge, die in der ehemaligen Rossmühle der Stadt untergebracht ist. Wegen der gut erhaltenen Altstadt diente Rothenburg als Kulisse für zahlreiche Filmproduktionen.

Mit der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist die Große Kreisstadt Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie sehr ursprünglich wirkt, da trotz der Kriegszerstörungen von 1945 und des schlichten, unauffälligen Wiederaufbaus praktisch keine modernistischen Brüche erkennbar sind. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet.

© Rothenburg © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl
  • Rothenburg © Romantische Straße GBR Dinkelsbühl

Tausendjährige Geschichte erlebt der Reisende bei der Fahrt über die so genannte "Romantische Strasse" in Deutschland mit weltberühmten historischen Altstädten, Burgen und Schlössern von Würzburg bis Schloss Neuschwanstein.

Das Mittelalter hautnah erleben

Nördlingen

Das erstmals 898 n. Chr. urkundlich erwähnte Nördlingen war von der Stadterhebung durch den Stauferkönig Friedrich II. bis zur Eingliederung ins Kurfürstentum Bayern im Zuge der Mediatisierung 1802 eine selbstständige Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich. Aufgrund seiner Lage an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen (Frankfurt/Würzburg–Augsburg und Nürnberg–Ulm) war Nördlingen vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit ein bedeutender Handelsplatz.

Der durch die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges und Verlagerung der Handelsrouten verursachte wirtschaftliche Bedeutungsverlust und Stillstand trugen zur weitgehenden Erhaltung des mittelalterlichen Stadtbildes bei und machten Nördlingen letztlich zu einem Ziel des Kulturtourismus. 1215 erhielt Nördlingen von König Friedrich II. Stadtrechte und wurde Reichsstadt. In jenem Jahr wurde die erste Stadtmauer errichtet, deren Grundriss bis heute sichtbar ist.

Die komplett erhaltene Stadtmauer von 1327 hat fünf Tore mit Tortürmen, elf weitere Türme und zwei Bastionen. Das Wahrzeichen Nördlingens ist der rund 90 Meter hohe Kirchturm der 1427–1505 erbauten gotischen St.-Georgs-Kirche, der 'Daniel' genannt wird.

Steingaden - Wies

Wieskirche

Die Gründung der Kirche geht auf eine Wallfahrt zurück, die seit 1739 bestand. Sie entstand aus der Verehrung einer Statue des gegeißelten Heilands, die 1730 von Pater Magnus Straub und Bruder Lukas Schweiger im oberbayrischen Kloster Steingaden angefertigt wurde. Die Statue wurde 1732–34 bei der Karfreitags-Prozession des Klosters mitgetragen, kam aber 1738 in Privatbesitz eines Bauern 'auf der Wies', dem Ort des Sommer- und Erholungsheims des Klosters einige Kilometer südöstlich des Ortes. Am 14. Juni 1738 bemerkte die Bäuerin Maria Lory in den Augen der Figur einige Tropfen, die sie für Tränen hielt. Im folgenden Jahr 1739 führten Gebetserhörungen und kleinere Wallfahrten zum Bildnis des Heilands zum Bau einer kleinen Feldkapelle. 1744 wurde die Erlaubnis eingeholt, in der Kapelle die Messe zu lesen, womit die Wallfahrten den offiziellen Segen der Kirche erhielten.

Seit 1983 ist die Wieskirche in die Liste der UNESCO - Weltkulturerbestätten aufgenommen. Damit wird der herausragenden künstlerischen Bedeutung der Wieskirche als Rokokojuwel Rechnung getragen. In einzigartiger Weise haben die Brüder Dominikus und Baptist Zimmermann einen Kirchenraum geschaffen, der in herrlichem Stuckwerk erblüht, aber niemals überladen oder zu üppig wirkt.

 

© Wieskirche © Romantische Staße
  • Wieskirche © Romantische Staße
© Wieskirche © stock.adobe.com
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Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau

Füssen & Königsschlösser

Schloss Neuschwanstein: am 5. September 1869 wurde der Grundstein für das Schloss bei Füssen gelegt. Ludwig II. erhoffte rasche Baufortschritte, doch dazu war das Projekt zu umfangreich und die Bedingungen auf dem Berg zu schwierig. Als Erstes wurde 1873 der Torbau fertiggestellt, in dem der Märchenkönig jahrelang wohnte. Erst 1880 fand das Richtfest statt, 1884 konnten die ersten Räume bezogen werden. Schloss Neuschwanstein wurde zur Zuflucht König Ludwig II. Heute ist Schloss Neuschwanstein ein Magnet für Besucher aus aller Welt. Von der Marienbrücke aus hat man nicht nur einen einzigartigen Blick auf das Märchenschloss sondern auch auf die imposante Pöllatschlucht. 

Schloss Hohenschwangau: der bayerische Kronprinz Maximilian – später König Maximilian II. – traf hier auf eine Ruine, die ihn faszinierte. Von 1833 bis 1837 ließ er sie zu einem Schloss im neugotischen Stil umbauen. Die Innenräume zieren zahlreiche Wandgemälde mit Themen aus der mittelalterlichen Sagenwelt. Allgegenwärtig ist dabei das Motiv des Schwans. Mit seiner Frau Marie und den Kindern Ludwig und Otto nutzte Maximilian II. das Schloss Hohenschwangau vor allem als Sommerresidenz. Die Königsfamilie liebte die Sommerfrische in den Bergen, alle waren passionierte Wanderer.

© Schloß Neuschwanstein © Romantische Straße
  • Schloß Neuschwanstein © Romantische Straße
© Hohenschwangau © sonne_fleckl - stock.adobe.com
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Bilderreise Romantische Straße

Routenführung mit Stellplatzinformationen